Arbeitshilfen Beobachtet Projekte und Angebote in Hannover

Niedersachsen unterstützt Supervision für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Die Landesregierung hat den Kommunen in Niedersachsen in diesem Jahr wieder Gelder zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in diesem Jahr die Neuerung, dass zum ersten Mal auch Supervisions-Gruppen gefördert werden, die nun in enger Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe auf den Weg gebracht werden sollen.

In den professionell begleiteten Gruppen können konkrete Themen und Herausforderungen, vor denen Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe stehen, besprochen werden, wie beispielsweise

  • die eigene Rolle als Ehrenamtliche/r,
  • persönliche Grenzen,
  • Überforderungs- oder Konfliktsituationen.

Geplant sind drei Supervisions-Treffen pro Gruppe à 90 Minuten, als dezentrale Angebote vor Ort in den Stadtteilen/-bezirken. Auch für das leibliche Wohl soll im Sinne der Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements und der investierten Zeit gesorgt sein.

Laut Vorgabe des Landes müssen die Fördergelder bis spätestens zum 15.10.2017 abgerufen sein, das heißt konkret, dass bis zu dieser Deadline die Supervisionen spätestens abgerechnet sein müssen. Danach erlischt der Förderanspruch.

Ehrenamtliche Unterstützergruppen die sich bereits eine Supervision organisiert haben oder dies jetzt in Angriff nehmen wollen, sollten sich umgehend nach den Fördermöglichkeiten erkundigen.

Informationen zu den Supervisionen einholen:


Unterstützung auch für Aktivitäten und Anschaffungen

Grundsätzlich gilt bei der Vergabe der Mittel das Erstattungsprinzip, d.h. bereits getätigte Auslagen werden auf Antrag mit Nachweis der Belege ausgezahlt. Eine Vorabauszahlung ist nicht möglich, allerdings räumt der Fördergeber in diesem Jahr die Möglichkeit der zentralen Beschaffung ein (siehe unten Punkt 2).

Der Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe stehen bis zu 15.900 € zur Verfügung. Diese Mittel sollen insbesondere für die Arbeit in und um Unterkünfte verwendet und für die nachstehend aufgeführten Punkte 1 und 2 bereitgestellt werden.

1. Auslagenerstattung:

Kosten für Eintritte und Fahrten (Benzinkosten oder Üstra-Tickets) oder für Materialien, die im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten benötigt wurden, können auf Antrag erstattet werden. In begründeten Einzelfällen ist auch die Abrechnung von Kosten, die im Rahmen von Begegnungstreffen, Willkommensfesten oder Informationsabenden entstehen, möglich.

Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Wenn die Landesmittel aufgebraucht sind, werden wir Ihnen dies mitteilen.

Einzureichen sind die Anträge bei der Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe gegen Nachweis der aufgeführten Tätigkeiten und angefallenen Kosten. Eine Vorlage für den Verwendungsnachweis kann bei der Koordinierungsstelle unter der unten genannten Mail-Adresse angefordert werden.

2. Anschaffungen durch die Koordinierungsstelle

Für die zentrale Beschaffung benötigt die Koordinierungsstelle mindestens zwei Wochen vor Beginn der Aktivität Informationen von Ihnen, was (z.B. Fahrkarten, Eintrittskarten oder Materialien), wofür, in welcher Menge und für wen benötigt wird. Sofern die angefragten Mittel förderfähig sind und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt, werden diese dann zentral seitens der Koordinierungsstelle beschafft und zur Verfügung gestellt.

Für weitere Rückfragen zu diesen Fördermöglichkeiten steht Ihnen die Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe unter 0511-168-31042 oder 50.6K@hannover-stadt.de gerne zur Verfügung.

Titelbild von rawpixel.com

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